Baugutachter – Worauf sollte ich achten

Pfusch auf dem Bau gibt es immer wieder. Die Tendenz ist in den letzten Jahren zunehmend. Ein Baugutachter kann eine gute Investition sein, um das Risiko zu senken. Viele Mängel werden erst Monate nach dem Einzug sichtbar. In solchen Fällen kommt es fast immer zu einem Rechtsstreit, der sich über Jahre hinziehen kann und ein finanzielles Loch in das Budget reißt.

Schimmelpilze, ein Riss oder es bröckelt von der Fassade. Das kommt häufiger vor, als man denkt. Die ersten Fragen sind dann: Wer kommt dafür auf und wie groß ist der eigentliche Schaden. Der Bausachverständige soll dann helfen und genau bei diesen Problemen eine Lösung finden. Doch da gibt es nur ein Problem. Ein Bausachverständiger kann jeder sein. Der Titel, der so vornehm klingt, ist nicht geschützt. Wer an den falschen Sachverständigen gerät, kann die ganze Sache noch schlimmer machen.

Qualifizierten Bausachverständigen finden

Einen richtig guten Baugutachter finden, der auch noch Ahnung von seinem Metier hat, ist mitunter gar nicht so einfach. Der einfachste Weg geht daher zu einem öffentlich bestellten und vereidigten Bauchsachverständigen. Diese Person verfügt über eine qualifizierte Ausbildung.

Bei den Bauchsachverständigen, die durch die IHK geschult wurden, lag früher die Durchfallquote bei 90 Prozent. Die Schulung durch die IHK oder die Architektenkammer erfolgt über einen dreistufigen Test und mit einer einstündigen mündlichen sowie eintägigen schriftlichen Prüfung. Die Durchfallquote liegt heute noch sehr hoch. Dennoch sind die öffentlich bestellten Gutachter immer die beste Wahl. Sicherlich ist es nicht einfach, einen Termin zu bekommen. Manchmal dauert es Wochen, manchmal Monate.

In Hessen gibt es die geringste Anzahl von Bausachverständigen. Zwischen 14 – 18 beträgt die Anzahl.

Ein gewöhnlicher Bauingenieur

Alternativen können dann normale Architekten oder Bauingenieure bieten, die auch als Sachverständige auftreten. Allerdings verfügen sie in der Regel nicht über das detaillierte Wissen, das ein öffentlich bestellter hat. Dennoch schaffen sie es, die meisten Schäden zu finden.

Umso größer jedoch der Schaden ist, desto sinnvoller ist es, einen öffentlich bestellten Bausachverständigen zu bestellen. Es lohnt sich meistens. Der normale Architekt, der als Bausachverständiger arbeitet, hat meistens nicht die erforderliche Ausbildung, um auch bei größeren Schäden wirklich fachgerecht zu arbeiten.

Nie den Architekten des Unternehmens fragen

Wer ein Haus bauen lässt, sollte nie den Architekten oder den Ingenieur des Unternehmens fragen. Neutral ist dieser nicht. Seine Antwort fällt in der Regel parteiisch aus. Sinnvoll ist es immer einen neutralen Experten, also einen öffentlich bestellten Sachverständigen zu bestellen.

Prozess mit Baufirmen

Im Vorfeld geht es darum, einen solchen Prozess zu verhindern. Bis es zu einem Termin kommt, vergehen manchmal Jahre. Am Ende kommt es fast immer zu einem Vergleich.
Aus diesem Sinn sollte zusammen mit dem Baugutachter schon im Vorfeld ein Vergleich getroffen werden. Das spart viel Zeit und Ärger und Geld!

Bild: Tim Reckmann-Pixelio.de

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