Bettwanzen bekämpfen

Bettwanzen sind heute immer öfters anzutreffen. Dabei spielt die Sauberkeit im Haushalt absolut keine Rolle. Egal ob alles glänzt oder der Staub sich sammelt, beide Orte verlocken. Sind sie erst einmal da, ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Doch bevor das Bettwanzen bekämpfen losgeht, müssen die Viecher erst einmal identifiziert werden. Und genau das, ist gar nicht so leicht.

Der Verdacht auf einen Befall beginnt mit den ersten Bissen. Auf dem Körper bilden sich nach dem Biss erste Rötungen und Juckreiz. Diese Symptome können aber auch erst Tage nach dem Biss auftreten. Einige Menschen reagieren darauf besonders empfindlich. Bei anderen sind die Bisse kaum spürbar oder sichtbar. Manchmal entstehen deutliche Quaddeln, manchmal nur ganz kleine Punkte. Bei besonders heftigen Reaktionen hilft eine Kortisonsalbe. Krankheiten übertragen Bettwanzen nicht. Zumindest ist diesbezüglich nichts bekannt. Doch zur Plage werden sie auf jeden Fall. Das Bettwanzen bekämpfen ist ein großes Problem.

Sind es wirklich Bettwanzen

Deutliche Spuren, Bisse geben erste Verdachtsmomente. Aber auch andere Schädlinge können dafür verantwortlich sein. Die Identifizierung ist somit, besonders für den Laien, gar nicht einfach. Kotspuren geben eine gute Auskunft, ob es wirklich Bettwanzen sind. Sie können sich hinter Leisten, Bildern, Steckdosen und auch in Betten hinter dem Holz verstecken. Nachts kommen sie hervor, finden ihren Weg zum Wirt, beißen und saugen dann Blut. Davon bemerken wir in jenen Momenten nichts. Erst Stunden, manchmal Tage später.

Bettwanzen bekämpfen: Schnell gesagt, kann eine erfolgreiche Maßnahme mit Temperaturunterschieden (also durch Wärme) erfolgen. Bettwanzen können Hitze über 55/60 Grad und Kälte unter minus 18 Grad nicht überstehen. Da wir in Deutschland und vielen europäischen Staaten nur noch milde Winter haben, ist das ein Fest für die meisten Schädlinge. Nicht nur für Bettwanzen.

Eine andere Möglichkeit sind Chemikalien. Diese versprechen den höchsten Erfolg, bei geringstem Aufwand. In der Regel bleibt für beide Wege nur ein Profi. Ein Schädlingsbekämpfer kann mit hohem Aufwand die Plagegeister beseitigen. Meistens sind mehrere Anwendungen erforderlich.

Die meisten Firmen haben sich darauf bereits eingestellt und kommen ganz diskret zum Kunden nach Hause. Ohne, dass die Nachbarn etwas bemerken.

Bei einem deutlichen Befall, sollten Nachbar aber informiert werden. Der Weg zur Nachbarwohnung ist für Bettwanzen nicht weit.

Wie kann ich Bettwanzen bekämpfen

Die Möglichkeiten sind begrenzt. Es gibt tragbare Heizlüfter, die bis zu 70 Grad aufheizen. Zum Beispiel der Elektra H. Ein sehr kleines und handliches Gerät. Dann gibt es Heizer mit einer Art Staubsaugerrohr (500 – 800 Euro) speziell für das Bettwanzen bekämpfen. Ähnlich wie bei einem Staubsauger funktioniert es. Nur das vorne heißer, richtig heißer Dampf herauskommt.
Diese Geräte können auch ohne Fachmann bedient werden. Die Preise sind allerdings hoch und die Gefahren auch. Verbrennungs- und Brandgefahren sind bei diesen Geräten sehr hoch. Zugleich ist der Erfolg ungewiss, da meistens Raum nach Raum behandelt wird.

Staubsaugen und Dampfreiniger

Um Bettwanzen zu bekämpfen nutzen einige Staubsauger, mit denen das Bett und alles andere regelmäßig abgestaubsaugt werden. Mit dem Dampfreiniger wird dann noch einmal nach gereinigt. Die Bettwäsche wird alle 2 Wochen gewaschen. Über 60 Grad.

Ehrlich gesagt: Das bringt nichts. Die Plagegeister werden vielleicht für ein paar Tage, im besten Fall für ein paar Wochen nicht wahrgenommen. Doch sie tauchen wieder auf, denn sie waren nie weg!

Zudem muss die gesamte Kleidung gewaschen werden oder sie muss tiefgekühlt werden, damit die Bettwanzen absterben. Der Aufwand ist enorm.

Spray gegen Bettwanzen im Handel

Es gibt sehr unterschiedliche Sprays im Handel gegen Bettwanzen. Die Preise sind hoch. Es gibt gute Bewertungen und viele schwärmen regelrecht davon. Meistens ist aber alles Fake. Die Sprays helfen nicht wirklich. Sie kosten nur viel Geld, die Bettwanzen lassen sich von so einfachen Mitteln nicht verscheuchen.

Matratzenbezug

Manche kaufen in ihrer Not einen Matratzenbezug und beziehen damit die Matratze. Auch hier sei gesagt: Die Lösung bringt nur als Vorbeugungsmaßnahme etwas. Nicht aber dann, wenn die Dinger bereits da sind! Sie verstecken sich gerne in den Matratzen aber auch an vielen anderen Orten und sie können Wochen, Monate ohne Nahrung überleben.

Ebenso sind die sogenannten Bettwanzenbarrieren absoluter Quatsch. Sie helfen nicht. Ebenso wenig wie das Bett von der Wand rücken. Die Bettwanzen können auch die Wände hoch klettern und sich von der Decke auf den Wirt fallen lassen.

Bettwanzen bekämpfen: Wie es wirklich klappt

Wenn Sie sicher sind, dass es wirklich Bettwanzen sind, bleibt nur ein Weg. Rufen Sie einen Schädlingsbekämpfer. Die meisten Anbieter kommen diskret ohne Aufkleber auf dem Firmenwagen zu Ihnen. Vorweg sei gesagt: Der Aufwand zur Beseitigung ist hoch und stressig. Einen anderen Weg gibt es aber nicht.

Sie finden im Netz hunderte von Ideen und Vorschläge, um auch ohne einen Fachmann Bettwanzen zu bekämpfen. Aber ganz ehrlich: Das kostet Zeit, Nerven, Geld und das Ergebnis ist stets das gleiche: Die Plagegeister sind weiter im Haus und vermehren sich! Es führt also kein Weg an einem Schädlingsbekämpfer vorbei.

Was kostet ein Kammerjäger

Je nach Region und Aufwand fallen die Preise sehr unterschiedlich aus. Wir haben Ihnen daher nur einmal ein paar Preisbeispiele für einen Kammerjäger beim Einsatz gegen Bettwanzen aufgelistet.

Der Erstbesuch kostet um die 50 – 120 Euro. Dabei werden die Räume gründlich inspiziert. Für das Bettwanzen bekämpfen müssen Sie danach mit Kosten zwischen 500 – 1.000 Euro für eine 60 ² große Wohnung rechnen. Meistens sind mehrere Einsätze notwendig. 55 – 60 Grad über 36 Stunden bei 400 Volt. Das geht auch auf die Stromrechnung.
Eine reine chemische Behandlung kostet um die 200 – 500 Euro.

Kosten steuerlich absetzen

Führen Sie das Bettwanzen bekämpfen durch einen Profi durch, können Sie die entstandenen Kosten eventuell steuerlich absetzen. Als Privatkunde haben Sie dabei die Möglichkeit über den §35 a EstG (haushaltsnahe Dienstleistungen).

Bis zu 20 Prozent der Kosten (höchstens jedoch 1.200 Euro jährlich) können Sie von der Steuer abziehen. Aber nur die reinen Fahrkosten und den Arbeitslohn. Diese müssen jedoch auf der Rechnung separat ausgewiesen werden. Und die Zahlung muss per Überweisung erfolgt sein, ansonsten erkennt das Finanzamt die steuerliche Geltendmachung nicht an!

Bild: Rainer Sturm – Pixelio.de

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